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Rückblick Saison 2009
 

Benjamin Rusch kurz nach der Siegerehrung.


Impressionen Omega European Masters 2009 Crans-Montana (Copyrights A. Meier)

Impressionen
Omega European Masters 2009 Crans-Montana
(Copyrights A. Meier)

Impressionen Omega European Masters 2009 Crans-Montana (Copyrights A. Meier)


Benjamin Rusch ... beim Training auf der Driving Range.

Die Tage werden langsam kürzer, die Fairways matschig (die Greens werden überraschenderweise schneller) und die Temperaturen kühler. Zeit also für einen Saisonrückblick.


Winter/Frühling
Die Winterzeit war, wie wir immer noch in trostloser Erinnerung haben, überhaupt nicht golftauglich. Schnee im Mittelland bis spät in den März hinein, liessen unsere Golfplätze geschlossen bleiben. Nur die Driving Ranges hielten dem Kampf stand und so hatte ich doch noch eine kleine Möglichkeit an meinem Golfsschwung zu feilen.

Das erste Turnierchen verlief äusserst vielversprechend. So spielte ich bei unserem kleinen Abstecher ins Tessin mit den Lipperswiler Junioren zwei bestechende Runden in Losone. Danach lief aber lange nicht mehr viel für meine Seite. Die Tessiner Meisterschaften Ende April in Ascona und die St. Galler Meisterschaften eine Woche darauf in Niederbüren verpatzte ich teuflisch. So einen kalten Saisonstart gab es schon lange nicht mehr.

Die nächsten zwei Turniere, das Matchplay in Bonmont und die Brabazon Trophy in Leeds, waren nicht mehr so schlecht wie die ersten zwei, aber leider auch nicht wirklich berauschend. Ich brauchte doch einige Zeit, bis ich mich vom Schock des Saisonstarts erholte.

Die "Erlösung" kam dann eine Woche nach Auffahrt, welch geschicktes Timing ;-), an der Genferseemeisterschaft. Mit einer Bombenrunde am letzten Tag in Domaine Impérial, einer 68 und die mit Abstand beste Runde des Turniers, katapultierte ich mich auf den zweiten Platz und erkämpfte mir so meine erste Medaille an einem ASG-Event.

Das darauffolgende Championnat de Suisse Romande in Vuissens musste ich dann aber leider auslassen, um die Maturaprüfungen nicht zu gefährden. Im Nachhinein ein weiser Entscheid. Die Prüfungen passierte ich dann glücklicherweise mit Leichtigkeit.
 
Das hiess: Saisonziel 1 = erreicht


Sommer/Herbst
Nach den Prüfungen lief mein Golfspiel dann sehr gut, ob es daran lag, dass der Schulstress verflogen war oder daran, dass ich einfach mehr Zeit hatte zum trainieren, weiss ich nicht genau. Wahrscheinlich lag es an beidem.

Mit den beiden 10. Plätzen an der Internationalen Meisterschaft von Österreich und an der Tillman Trophy gab es auch erste nennenswerte internationale Platzierungen zu feiern. Der zweite Platz am Omnium, der Schweizer Meisterschaft, in Blumisberg rundete den guten Monat Juli noch ab.

Danach war ich wahrscheinlich mental ein wenig müde, nach drei Wochen vollem Turnierprogramm noch ein viertes hintennach war dann doch etwas zu viel. So verpasste ich leider den Cut an den Internationalen Meisterschaften der Schweiz in Domaine Impérial.

Da hinderte mich aber nicht daran zwei Wochen später zur absoluten Topform aufzulaufen. An den Zürcher Meisterschaften schlug ich dann wieder mal so richtig zu und ladete einen ziemlich ungefährdeten Start-Ziel Sieg an einem ASG-Event mit 9 Schlägen Vorsprung.

Das bedeutete: Saisonziel 2 = erreicht


Durch diese guten Resultate war ich in der Order of Merit bis auf den zweiten Platz vorgerückt, so dass ich mich für das Omega European Masters in Crans-Sur-Sierre qualifizierte. Diese Woche war für mich eine unglaublich spezielle Erfahrung, ich nahm sehr viel für mich persönlich, wie auch für mein Golfspiel mit nach Hause. Hoffentlich bleibt es nicht bei diesem eine Mal, dass ich auf der Tour spielen konnte.

Auch das wiederum hiess: Saisonziel 3 = ereicht


Zwei Wochen später hatte ich ein unglaubliches Achterbahn-Wochenende. Nach dem verpassten Cut in Villa d’Este, fing ich gerade noch knapp den letzten Zug ab nach Hause. So konnte ich trotzdem noch die Thurgauer Meisterschaften spielen, wo ich mit dem dritten Sieg in Folge den Hattrick schaffen konnte. Es erfüllt mich mit Freude und Stolz, dass ich wieder einmal zeigen konnte, wo der Bartli den Most holt im Thurgau. =) Es ist und bleibt ein spezielles Turnier für alle Thurgauer Golfspieler.

Das letzte Internationale Turnier in der Türkei lief dann aber eher wieder bescheiden, was mich aber nicht daran hindert einen positiven Schlussstrich unter die Saison 2009 zu ziehen. Obwohl ich die Turniere im Frühling ziemlich vermasselt habe, konnte ich die Dinge doch noch drehen und so kann ich mich auf meine bisher erfolgreichste Saison zurückblicken. Ich denke, dass ich wieder einen sehr grossen spielerischen Schritt machen konnte in Richtung meines Traumes, der EuropeanTour Karte.

Auch mein Score Durchschnitt spricht Bände dafür. Letzte Saison brauchte ich noch durchschnittlich 73.7 Schläge pro Runde, währenddessen ich diese Saison mit punktgenau 72 Schlägen den Schnitt um fast zwei Schläge senken konnte.

Und das bedeutet: auch Saisonziel 4 = erreicht


Dass ich nun alle meine Saisonziele erreichen konnte, verdanke ich auch nicht zuletzt der Tatsache, dass ich seit den Maturaprüfungen fast täglich trainieren und spielen konnte.

Nun muss ich leider den Winter in der Rekrutenschule verbringen. Trotzdem freue ich mich schon jetzt auf die nächste Golfsaison 2010. Auch wenn die Temperaturen im Moment überhaupt nicht danach ausschauen, der nächste Frühling kommt bestimmt!

   

01.10. bis 04.10.2009 – Internationale Türkische Amateurmeisterschaften 2009
Gloria Golf Club, Old Course, Belek/Antalya


Als mein letztes internationales Turnier dieser Saison ging es in das beliebte Golf Tourismusort Belek, das sicher viele selber kennen. Direkt an der Küste des Mittelmeers gelegen, befinden sich in Belek mehr als ein Dutzend wunderbar gepflegte Golfplätze, die nur darauf warten im Spätherbst und Winter von Touris überschwemmt zu werden. Wenn das Thermometer frostig bis eiskalt anzeigt, ist dort unten Hauptsaison. Auch wir hatten mächtig Glück mit dem Wetter. Jeden Tag bei rund 30 Grad und stahlblauem Himmel anfangs Oktober noch Golf zu spielen ist schon eine tolle Sache.

Nur mein Endresultat war dann gar nicht toll. Nach der erfolgreichen Titelverteidigung der Thurgauer Meisterschaft mit einem grandiosen Score ging ich mit sehr viel Selbstvertrauen in diese Woche, was auch die ersten zwei Runden deutlich zeigen. Mit Runden von 71 und 72 lag ich mit eins unter Par auf dem geteilten fünften Rang. Also keine schlechte Halbzeitbilanz.
Die beiden Finalrunden wurden dann aber Opfer des sehr schmalen und heikel zu spielenden Golfplatzes. Der Old Course hat enorm enge Fairways und wenn man diese verfehlt, muss man meist erst zurück aufs Fairway chippen um das Green anspielen zu können. Da sind die Spielbahnen in Lipperswil regelrecht vierspurige Autobahnen, verglichen mit diesem Platz. In Lipperswil kann man ja meist sogar noch die Gegenfahrbahn benutzen, ohne gross in Bedrängnis zu kommen.
Mit Scores von 77 und 81 rutschte ich leider zurück auf den 31. Platz, ins Mittelfeld.
Trotzdem war es für mich eine tolle Woche in einem wunderschönen Hotel und auf einem super Golfplatz. Ein Turnier an dem man getrost nach der Runde auch genüsslich an den Strand liegen und eine gekühltes Getränk geniessen konnte. Keine schlechte Vorstellung, oder?

Mehr Infos sind hier zu finden.

   

19.09. bis 20.09.2009 – Thurgauer Meisterschaften 2009 – GC Erlen, GC Lipperswil

Nun schon zum 10. mal fanden die Thurgauer Meisterschaften in Erlen und Lipperswil statt und ich als Titelverteidiger wollte dieses Turnier natürlich nicht verpassen. Darum nahm ich den langen Rückweg von Como in der Nacht auf Samstag auf mich. Nach nur gerade viereinhalb Stunden Schlaf stand ich schon wieder auf dem 1. Tee in Erlen, wenn auch noch ein wenig müde ... und richtig hell war es um 7:30 Uhr ja auch noch nicht wirklich. Wenigstens regnete es nicht mehr so wie in Italien. Das Schlafmanko konnte mich aber nicht daran hindern, wieder mal so richtig Gas zu geben. Sehr konstantes Golf mit wenigen Fehlschlägen und einigen gelochten Putts ergaben eine Runde von 67 Schlägen (-4) und einen Vorsprung von fünf Schlägen auf den nächsten Verfolger Christian Wagner. Das tönt jetzt nach viel, ist es aber im Grunde genommen gar nicht. Letztes Jahr ging ich auch mit einem grossen Vorsprung in die zweite Runde und verlor trotzdem ganze vier Schläge auf den ersten 9 Löchern am Sonntag.
Um das zu verhindern dachte ich erst gar nicht daran, den Vorsprung nur zu verteidigen, sondern wollte nochmals so richtig angreifen. Im Hinterkopf spielte ich mit dem Gedanken, einen neuen Platzrekord aufzustellen. Dieses Mindset war sehr wichtig, so lenkte es mich nämlich ab von den Scores meiner engsten Verfolger und brachte den Fokus zurück zu meinem eigenen Spiel.
Und das ganze gelang mir zum Glück hervorragend. Mit einem Score von nochmals 67 (-6) erspielte ich mir ein Total von ganzen 10 unter Par was gleichzeitig schon wieder neuer Turnierrekord bedeutete. Der Platzrekord muss leider nochmals ein wenig warten. Der letzte Chip auf der 18 lief nur ganz knapp am Loch vorbei, was hiess dass ich den alten Rekord von Robert Wiederkehr zwar egalisieren konnte, aber nicht einen neuen aufzustellen vermochte.

Von links nach rechts: Vivan Brunner (TKB), Eva Gautschi, Michèle Knorr, Stefan Weigle, Joel Girrbach, Brigitte Sutter, Benjamin Rusch, Richard Weber (OK-Präsident).  

Herzliche Gratulation auch den beiden Drittplatzierten Christian Wagner und Joel Girrbach, wie auch dem Zweiten Stefan Weigle, der sich mit einer supertollen 69er (-4) Finalrunde zurück ins Geschehen spielte!

Ein paar tolle Bilder und weitere Infos zum Turnier finden sich auf www.thurgaugolf.ch

   

16.09. bis 21.09.2009 – Italian International Championship – Villa d’Este

Nach den Interclubmeisterschaften in Genf, bei denen wir als Team den respektablen 10. Platz herausspielten, ging es bei mir diese Woche gleich weiter mit den Internationalen Meisterschaften von Italien im GC Villa d’Este. Der Golfplatz liegt nicht weit entfernt von Como, daher auch nicht sehr weit von der Grenze entfernt. Der Platz ist relativ hügelig und alle Löcher verlaufen im Wald. Man muss daher die Bälle sehr gerade schlagen, um auf diesem Platz erfolgreich zu sein.
Die Meisterschaften werden über 36 Löcher Strokeplay als Qualifikation und nachher im Matchplayformat ausgetragen. Die besten 32 Spieler der Qualifikationsrunden von Mittwoch und Donnerstag kommen in die Sechzentelfinals.
Da es am Mittwoch so stark regnete, musste aber leider abgebrochen und auf den nächsten Tag verschoben werden. Der Turniertag erinnerte mehr an eine Regatta von Alinghi, als an ein Golfturnier, so stark hatte es an diesem Tag geschüttet.
Der Golfplatz war dann an den nächsten beiden Tagen stark gezeichnet von den massiven Niederschlägen. Der Ball rollte keinen Zentimeter weit, mehrmals gab es sogar Steckschüsse nach einem Drive und die Greens waren auch nicht mehr so schnell und gut wie vorher.
Und diese schwierigen Bedingungen kann ich ja nun auch gleich als gute Ausrede verwenden für mein sehr schlechtes Spiel. Sie wissen ja von sich selbst, dass man nie selber schuld ist, wenn man schlecht spielt. („Heute war es mir definitiv zu heiss“, „Mein alter Putter ist totaler Schrott“ oder noch besser: „Mein Flightpartner dieses A…. hat mir den ganzen Tag versaut“) [^_^]
Ich spielte Runden von 73 und 74 Schlägen. So verpasste ich den Cut um ganze 7 Schläge, was aber nicht weiter schlimm war, denn so konnte ich in der Nacht auf Samstag gerade noch rechtzeitig nach Hause fahren um die Thurgauer Meisterschaft nicht zu verpassen ...

   

03.09. bis 06.09.2009 – Omega European Masters – Crans-sur-Sierre

Diese Woche war nun endlich Show-Time: das Omega European Masters in Crans-sur-Sierre. Ich freute mich riesig auf dieses Turnier und es war auch eine super tolle Woche. Ich nahm viele gute Erfahrungen mit, obwohl das Spiel nicht so lief wie ich wollte. Davon aber später...

Schon am Dienstag fuhren mein Vater und ich ins Wallis nach Crans, so dass ich genug Zeit hatte, um mich an den Platz und viel wichtiger, an die spezielle Atmosphäre zu gewöhnen. Wer schon mal dort war, weiss wovon ich spreche. Nirgends sonst kommen die Zuschauer so nahe an die Spieler heran, und neben einem Trevor Immelman zu putten und Alvaro Quiros Bälle zu schlagen auf der Driving Range sind Dinge, die man sich einfach nicht gewohnt ist.
Aber vor allem auch auf einem Golfplatz zu spielen, der extra für Tourverhältnisse präpariert ist, verlangt einiges mehr ab, als auf einem Platz der für normale ASG-Turniere hergerichtet ist. Die Greens in Crans sind während dem Masters immer blitzschnell, hart, sehr onduliert und neben den Greens lauert dickstes Semirough, das einem sehr schnell zum Verhängnis werden kann.

So war am Dienstag und Mittwoch Training auf und neben dem Platz angesagt. Neben dem Üben der delikaten Chipps versuchte ich vor allem, mich wieder an schnellere Greens zu gewöhnen. Die in Lipperswil sind natürlich nicht annähernd so schnell wie in Crans, darum musste ich mich zuerst wieder an den Speed herantasten. Auch machte mir der Höhenunterschied einiges zu schaffen, da die Bälle spürbar weiter flogen, als im Unterland. Nicht die vollen Schläge waren das Problem, 10% dazu rechnen kann jeder, vielmehr waren die gefühlvollen 3/4-Wedge-Schläge unter 100 Metern sehr schwierig zu spielen, da man sich nicht mehr voll auf das "Unterlandgefühl" verlassen konnte. Aber das war alles keine grosse Sache, denn wer muss sich schon überwinden auf die Driving Range zu gehen, wenn man weiss, dass dort eimerweise neue ProV1 Bälle auf einen warten. =)

Dann ging es endlich los am Donnerstag mit der ersten Runde, und ich muss zugeben, dass ich noch nie so nervös war wie an diesem Tag, als ich das erste Fairway hinunterlief. Nach einem soliden Par konnte ich mich aber sehr gut beruhigen und ich gewöhnte mich langsam daran, dass neben den Fairways auch die Zuschauer standen.
An diesem Tag spielte ich eigentlich sehr solide, machte wenige Fehler, nur das Putting war absolut miserabel. Ich verschob etliche kurze Putts, die ich normalerweise sicher verwandle, an diesem Tag wollte einfach kein Ball ins Loch. Mit einem starken Schlussspurt und zwei starken Birdies konnte ich doch noch eine Runde von 3 über Par nach Hause schaukeln.

Der zweite Tag begann optimal mit einem Birdie. Doch von Konstanz konnte man am Freitagmorgen überhaupt nicht reden. Bogeys und Birdies wechselten sich gleich mehrmals ab. Die ersten 9 Loch schloss ich mit eins unter Par ab, obwohl ich sehr viele schlechte Schläge machte, konnte ich mich aber immer noch irgendwie befreien. Auf den zweiten neun lief dann nicht mehr viel, ich machte Fehlschlag nach Fehlschlag und musste jedes mal gleich einen sehr hohen Preis bezahlen. So kam ich am zweiten Tag mit einem Score von 6 über Par ins Clubhaus.
Diese letzten neun Löcher hinterliessen einen sehr bitteren Nachgeschmack, aber wenn ich alles in allem betrachte, muss ich sagen, dass ich mich eigentlich ganz ordentlich geschlagen habe an meinem allerersten Tour-Event. Das macht ganz bestimmt Lust auf mehr.

Diese Woche war für mich eine unglaublich spezielle Erfahrung, ich nahm sehr viel für mich persönlich, wie auch für mein Golfspiel mit nach Hause. Hoffentlich bleibt es nicht bei diesem eine Mal, dass ich auf der Tour spielen konnte.

Herzlichen Dank auch an alle Mitglieder, die mich während diesen zwei Tagen vom Fairwayrand aus tatkräftig unterstützt und angefeuert haben. Sie machten diese Erfahrung noch spezieller für mich. Ein grosser Dank gebührt auch meinen zwei Caddies, mein Vater und Markus Biedermann. Sie halfen mir über Bogeys hinweg und machten die Birdies noch schöner für mich.

   

21.08. bis 23.08.2009 – Zürcher Meisterschaft – Hittnau, Zumikon, Breitenloo

Nach einem erholsamen, aber auch trainingsreichen, Wochenende ohne Turnier ging ich topmotiviert an die Zürcher Meisterschaft. Und das viele Training hat sich auch gleich bezahlt gemacht. Mein erster Turniersieg an einem ASG-Event!!!

Benjamin Rusch aus Lipperswil und Sheila Gut-Lee sind die beiden Sieger der Zürcher Meisterschaft.  

Mit Runden von 67 in Hittnau, 71 in Zumikon und 75 in Breitenloo holte ich mir den Sieg mit einem Total von 2 unter Par. Ich erwischte einen Traumstart in Hittnau, nach drei gespielten Löchern, respektive zwei Birdies und einem Eagle, lag ich schon 4 unter Par. Besser konnte es ja gar nicht beginnen. Ich spielte dann ganz solide weiter, brachte aber trotzdem nur diese vier unter Par ins Clubhaus zurück, was mir vier Schläge Vorsprung einbrachte. In Zumikon konnte ich anknüpfen, wo ich in Hittnau aufgehört hatte. Sehr solides Golf ohne grosse Fehler, eine 71 und ein Vorsprung von fünf Schlägen auf den nächsten Konkurrenten waren die Folge an diesem Tag. Die ersten zwei Tage liefen optimal, ich spielte sehr ruhig und konnte das Niveau spielen, das ich auch im Training zu Hause zeige.

Der Finaltag war dann aber alles andere als ruhig und gelassen. Ich war die ganze Runde sehr nervös und unruhig, fand nie in mein gewohntes Spiel, konnte meine gewohnte Präzision überhaupt nicht ausspielen und machte Fehlschlag nach Fehlschlag. Mental war ich völlig von der Rolle. Es war eine völlig ungewohnte Situation für mich, einen so grossen Vorsprung von sechs Schlägen an einem grossen Turnier verwalten zu müssen. Ein mentales Manko an dem ich in den nächsten Wochen und Monaten arbeiten muss.

Am Schluss reichte es aber dann doch relativ komfortabel zum Sieg, da meine nächsten Konkurrenten auf den Schlusslöchern auch Nerven zeigten.

     
 

07.08. bis 09.08.2009 – Championnat International de Suisse – Golf Club Domaine Impérial, Gland

Nach drei tollen Wochen musste ich diese Woche an den Internationalen Meisterschaften der Schweiz leider wieder einmal eine Enttäuschung hinnehmen.

Auf dem wunderschönen Golfplatz Domaine Impérial habe ich den Cut leider um einen einzigen mickrigen Schlag verpasst. Und das auf eine Art und Weise, die enorm wehtut. Ich wusste, dass der Cut bei 5 über Par sein wird und lag nach 13 Löchern der zweiten Runde 6 über Par, musste also noch ein Birdie spielen. Auf den letzten 5 Löchern hatte ich mir jedes mal tolle Chancen herausgespielt, die ich aber alle nur um Haaresbreite verfehlte. Alle fünf Biride Putts liefen haarscharf am Loch vorbei und am letzten hatte ich sogar noch einen 180 Grad Lip-out aus 5 Metern, der wieder zu mir zurück rollte. Das war wirklich schade.
Aber ich habe den Cut bestimmt nicht wegen den letzten fünf Löchern verpasst, sondern wirklich beide Tage überhaupt nicht mein bestes Golf gespielt. Beide Runden startete ich sehr schlecht, aber ich sagte mir immer, dass ich geduldig, ruhig und konzentriert bleiben sollte, um mir wenigstens eine Chance zu geben, den Cut zu schaffen. Das gelang mir auch wirklich gut, aber am Schluss fehlte dann halt wirklich nur ein Schlag, um noch die zwei finalen Runden spielen zu können.

In den letzten drei Wochen lief vieles für mich, aber dieses Wochenende sah ich nun auch die Kehrseite der Medaille. Schläge, die sond vom Rough noch aufs Green sprangen, blieben im hohen Gras liegen. Schlechte Drives lagen genau hinter Bäumen, während sich vorher noch eine rettende Lücke aufmachte und Putts, die in den letzten Wochen gerade noch so ins Loch schlüpften, liefen am Loch vorbei. Aber genau, das ist ja das Spezielle am Golfspiel, dass man es eben nicht erzwingen kann und darf, sondern man sich an den schönen Stunden erfreuen soll und an den glücklosen Tagen sein "Pech" akzeptieren muss.

Aber eigentlich bin ich ganz zufrieden mit der Art, wie ich mich diese Woche auf dem Platz beherrschen konnte und nicht ungeduldig wurde, obwohl es nun trotzdem nicht reichte. Diese "Niederlage" nehme ich als Ansporn weiter zu trainieren.
Und sogar die besten der Welt haben schlechte Wochen. Wer erinnert sich denn noch daran, dass Tiger Woods den Cut am British Open verpasst hat? Es werden ganz bestimmt wieder Zeiten kommen, an denen das Spiel wieder für mich läuft ...

 
   

30.07. bis 02.08.2009 – Internationale Meisterschaften Österreich – GC Schloss Schönborn (Wien AT)

Diese Woche ging es ab nach Österreich, besser gesagt nach Wien zum GC Schloss Schönborn, wo die Internationalen Meisterschaften von Österreich stattfanden. Der Platz war wirklich grandios. Es war ein typischer Parklandcourse mit viel Wald und engen Fairways. Vor allem die Greens waren sensationell. Auf so schnellen Greens habe ich wirklich noch nie gespielt. Es brauchte einige Zeit bis ich mich an diese einigermassen gewöhnt habe, aber auch noch in der letzten Runde des Turniers habe ich einige lange Putts weit übers Loch hinaus geschlagen.

Ich spielte Runden von 74, 70, 77 und 72 Schlägen was bei Par 73 einem Score von eins über Par entsprach

Internationale Amateur-Meisterschaften von Österreich: Rusch bester Schweizer  

und mir mit dem 10. Schlussrang wieder ein sehr gutes Ergebnis einbrachte. Eigentlich wäre doch noch einiges mehr möglich gewesen, hätten sich nicht immer wieder ein paar dumme Fehler eingeschlichen. Denn mit 18 gespielten Birdies auf vier Runden wäre doch ein noch besserer Score in Reichweite gewesen. Aber was will ich klagen, anfangs Saison konnte ich von solchen Scores nur träumen.

Einzig mit der dritten Runde war ich überhaupt nicht zufrieden. Ganze fünfmal brauchte ich drei Putts auf der Runde bis ich meine Bälle endlich eingelocht habe und dies nicht mal aus langer Distanz. Das waren wirklich Fehler, die vermeidbar wären. Ansonsten spielte ich die ganze Woche relativ konstant und die vielen Birdies machten meine Fehler zum Glück wieder wett.

Internationale Meisterschaften von Österreich: Rusch bester Schweizer

 
   

24.07. bis 26.07.2009 – Omnium Suisse, G&CC Blumisberg

Diese Woche lief wieder einmal alles zu meinen Gunsten. Am diesjährigen Omnium Suisse, der Schweizer Strokeplay Meisterschaft inkl. Pro's, platzierte ich mich im zweiten Rang mit einem Score von 72, 70, 72, 69, was ein Total von fünf unter Par bedeutet. So machte ich mir gleich selber das schönste Geburtstagsgeschenk.

So konstant Golf gespielt während vier Turnierrunden habe ich noch nie! Schon öfters gelangen mir zwei oder drei Toprunden, aber dass ich nun vier konstant gute Runden am Stück reingebracht habe, freut mich ganz besonders.

Der G&CC Blumisberg ist ein sehr abwechslungsreicher Platz mit einer mit Erlen vergleichbaren Topografie, hat also dementsprechend überhaupt nichts mit 'flach' zu tun. Wer Schräglagen nicht beherrscht hat in Blumisberg Mühe und macht am Besten einen grossen Bogen um diesen Platz. Und wer Loch 15 in Lipperswil regelmässig streichen muss, wird auch auf diesem anspruchsvollen Platz kaum auf einen grünen Zweig kommen. Ansonsten ist er landschaftlich wunderschön, mit teils offenen Fairways im Grünen, aber auch mit kniffligen engen Bahnen im Wald.

Nach einer konstanten Auftaktrunde von Level Par hatte ich trotzdem keine grossen Erwartungen für die zweiten Runde und wollte einfach am Samstag an meinem Geburtstag nur eine schöne Golfrunde  spielen. Und wie es so ist im Golf, wenn man ohne grosse Erwartungen spielt, kommt es meist am Besten raus. Das Resultat war eine tolle 70er Runde mit drei Birdies hintereinander. So spielte ich mich in eine vielversprechende Ausgangssituation für die beiden Finalrunden vom Sonntag. Obwohl eigentlich erst die Hälfte des Turniers gespielt war, spürte ich wie die Nervosität und die Erwartungen langsam anstiegen.
 
So kam es dann auch, dass der Start am Sonntag ziemlich nervös und harzig verlief. Ich versuchte Fehler zu vermeiden, anstatt gute Schläge zu produzieren. Ein schwerer mentaler Fehler, der mir immer wieder passiert. Nach den ersten neun Löchern konnte ich mich langsam wieder beruhigen und brachte am Mittag eine 72 ins Clubhaus zurück.

Das Scorebord schaute ich am Mittag gezielt nicht an, weil ich nicht wissen wollte wo ich im Moment stand, denn Gedanken an Scores sind immer überaus schädlich beim Golfen und jeder hat bestimmt schon etliche negative Erfahrungen gemacht und ist eingebrochen, als er nach 14 Löchern seinen Score zusammengezählt hat und schon 32 Punkte hatte.

Es waren nämlich immer noch 18 Löcher zu spielen und ich wusste, dass immer noch alles passieren konnte. Eine tolle 69 brachte mich schliesslich auf den zweiten Schlussrang.

Abermals herzliche Gratulation an Ken Benz, dem Gewinner des Omniums 2009, der mit sechs Schlägen Vorsprung doch ziemlich überlegen gewonnen hat!

   

15.07. bis 17.07. 2009 – Tillman Trophy – Burnham & Berrow GC, Bristol UK

Nach bestandener Maturaprüfung und einer tollen Maturareise nach Berlin blieben nur gerade zwei Tage Zeit, um mich auf das zweite internationale Turnier der Saison vorzubereiten.
 
Auf dem Plan stand die Tillman Trophy in Burnham & Berrow auf einem echten Linksplatz. Das hiess viel Wind, trockene harte Fairways, die bis auf die Wurzeln runtergeschnitten sind, dickes Rough neben der Bahn und stark ondulierte Greens. Um auf solchen Plätzen zu reüssieren, sind meist flache Bälle sinnvoll, die dem Wind weniger ausgesetzt sind.

Also trainierte ich in den zwei verbleibenden Tagen auf der Driving Range fleissig flache Punchshots. Die sind nämlich gar nicht mal so einfach, wenn man es sich nicht gewohnt ist.

Der Platz war mit knapp über 6800 Yards (ca. 6200 Meter) nicht sonderlich lange, aber äusserst eng. Wenn man das Fairway verfehlte, fand man sich immer im kniehohen Rough wieder. In England wird eben nicht gemeckert, wenn Mitte Juli das Rough noch nie geschnitten wurde, dort gehört es eben noch zum Spiel dazu.

Die ersten neun Löcher führten wie beim Old Course in St. Andrews vom CLubhaus weg am Meer entlang und die zweiten neun Löcher wieder zurück. So hatte man immer entweder die ersten oder die zweiten neun Löcher Rücken- bzw. Gegenwind. Der Wind war so der spielentscheidende Faktor während der ganzen Woche und prägte das Course Management sehr. So musste ich an einem Tag an einem Par 3 mit einem Holz 3 aufs Green schlagen, währenddessen am nächsten ein Eisen 7 für die gleiche Distanz reichte.

Die ersten beiden Runden spielte ich wirklich tolles Golf. Sehr selten verpasste ich auch im stärksten Wind die Fairways und auch einige Putts fielen ins Loch. Nur das Chippen vom harten Untergrund liess noch zu Wünschen übrig.

Mit Scores von 72 und 71, das heisst +1 nach zwei Runden lag ich geteilt auf dem dritten Rang nur einen Schlag hinter dem Führenden, was mich in eine super Position für die letzten beiden Runden vom Freitag brachte.

Leider lief am Freitag aber beträchtlich wenig zu meinen Gunsten und ich verlor Schlag um Schlag. Mit Runden von 77/+6 und 73/+2 war ich nicht gerade zufrieden aber ein 12. Rang zum Schluss und ein Resultat von +9 auf so einem schwierigen Platz kann sich doch wirklich mal sehen lassen. So gut habe ich noch nie auf internationalem Parkett gespielt und lässt mich guter Dinge auf die nächsten Turniere blicken.
Bericht auf der Homepage von Burnham & Berrow GC

   

30.05. bis 01.06. 2009 – Championnat du Leman – Genève, Montreux, Domaine Impérial

Nach dem turnierfreien Auffahrtwochenende stand nun das Championnat du Léman auf dem Programm. Gespielt wurde je eine Runde in Genf, Montreux und Domaine Impérial. Sicherlich drei der besten Plätze der Schweiz, die es auch international mit den wirklich starken Meisterschaftsplätzen aufnehmen können. Spurtreue aber für Schweizer Verhältnisse superschnelle Greens, enge Spielbahnen, Wald und sehr viel Wind machten es uns Spielern sehr schwierig.
Es gab wieder einen Cut, diesmal nach zwei Runden, der mich aber zum Glück nicht sonderlich interessierte, da ich niemals in Gefahr kam, diesen zu verpassen.
Der Start in Genf verlief relativ solide. Leider immer noch verhaltenes Langspiel, dafür wieder sehr erstarktes Putting liessen mich einen Score von drei über Par, 75, ins Clubhaus bringen. Ich spielte 16 Löcher sehr gutes Golf, dann kam aber die Wende. Bogey an der 17 und Doppelbogey an der letzten Bahn hinterliessen einen bitteren Nachgeschmack, der seine Spuren am zweiten Tag hinterliess.
14 lange Löcher spielte ich wie in einem Albtraum. So lag ich dann +11 für die Runde und sogar +14 für das Turier. Es war einfach schrecklich. Jegliches Selbstvertrauen ging verloren. Dann kam auf einmal die Wende und

Championnat du Leman 2009  

so spielte ich die letzten 4 Löcher noch drei unter Par. Diese Runde war eine wahrliche Achterbahnfahrt (wie man sie wohl bestimmt auch bald im Connyland geniessen darf) :-)

So ging ich dann auch mit gemischten Gefühlen in die letzte Runde. Obwohl ich einen super Finish hatte am Vortag, war die Ernüchterung halt doch gross, den Anschluss an die Spitze total verloren zu haben. Neun Schläge Defizit, dachte ich mir, holt man nicht so einfach auf. Aber es sollte alles ganz anders kommen.

Nach zwei Pars an den Eröffnungslöchern ging ein richtiges Feuerwerk los. Birdies auf den Löchern 3,4,6,7,12,14 und 16 brachten mich völlig unerwartet wieder zurück ins Spiel. Obwohl drei Bogeys dazukamen hatte ich wohl eine der besten Runden seit langer Zeit gespielt.

Runden von 75, 80 und 68 brachten mich zurück auf den zweiten Rang und so gab es für mich die erste Medaille an einem Amateur ASG Event. Natürlich auch dank den letzten 22 Löchern des Turniers, die ich 7 unter Par spielte.

Unter dem Link www.championnatduleman.com sind viele weitere Fotos vom Turnier zu finden.

 
   

15.05. bis 17.05.2009 – Brabazon Trophy, Moortown GC Leeds

Letzte Woche stand nun endlich mein erstes internationales Turnier in diesem Jahr auf dem Programm, nämlich die «English Men's Open Amateur Strokeplay Championships» oder eben «The Brabazon Trophy». Moortown GC in Yorkshire ist ein ziemlich schwerer Golfplatz, der von Alister MacKanzie gebaut wurde (Übrigens auch der Architekt von Augusta National). Er war mit über 7000 Yards Par 71 einer der längsten Plätze, die ich je gespielt habe und der immer vorherrschende Wind machte den Platz ganz bestimmt nicht einfacher. Das Format war Strokeplay über 72 Löcher mit Cut nach 36.
Leider wurde die erste Runde "gecancelled" weil es wie aus Eimern regnete und der Platz dementsprechend unter Wasser stand.
Die zweite Runde war schon einiges trockener, aber windig war es trotzdem immer noch. Der Start ist tip top mit einem Birdie auf dem ersten Loch gelungen, nur schlichen sich einige Putting Probleme ein. Ich verpasste mehrere Putts aus 2 Metern und genau diese Putts sind auf so einem Golfplatz und so einem guten Teilnehmerfeld essenziell. Mit einem Endscore von 77 +6 verpasste ich den Cut um drei Schläge, obwohl ich nach 15 Löchern noch genau auf der Cutlinie stand. Drei weitere schlechte Putts auf den letzten Löchern kosteten mich aber den Einzug in die beiden Finalrunden vom Sonntag. Trotzdem war diese Woche eine tolle Erfahrung und habe einiges über Platzstrategie gelernt. Es ist eben schon ein ganz anderes Spiel, dass man auf solchen Plätzen wie diesem braucht um wirklich gute Scores zu bringen.
Homepage von Brabazon mit allen wichtigen Infos

   

07.05. bis 10.05.2009 – Championnat Suisse Amateurs Matchplay

Neue Woche – neues Spiel. Nach zwei missratenen Turnieren diese Saison ist wieder ein Aufwärtstrend zu sehen.
Am Donnerstag spielten wir zwei Runden Strokeplay um so die besten 16 Spieler auszumachen, welche dann an den weiteren Tagen im Matchplay Suddendeatch Format um den Schweizermeistertitel kämpften.
Der Tag begann früh, sehr früh. Um 7 Uhr gingen die ersten schon auf den Platz. Ich spielte den ganzen Tag relativ solide und kam sehr müde mit Runden von 71 und 72 zurück ins Clubhaus. Eins über Par und geteilter 5. Platz hiess, dass ich mich fürs Matchplay qualifizieren konnte.
In der letzten Wochen habe ich einige Schwungänderungen mit Andrea Mantoan vorgenommen und sie zeigen schon Wirkung.
Am Freitag musste ich gegen Victor Honauer vom GC Heidental spielen. Die ersten 9 Löcher gingen aber total in die Hose. Schlechte Eisenschläge und kein Puttingglück. Resultat: 4 Down nach der Halbzeit. Ich konnte mich zwar noch ziemlich zurückkämpfen, musste mich aber an der 18 nach einem Drei-Putt geschlagen geben und somit war für mich das Turnier zu Ende.
Herzliche Gratulation dem Gewinner Ken Benz. Nach einem zweiten Platz im letzten Jahr konnte er sich nun endlich als Schweizer Meister krönen lassen.

   

02.05. bis 03.05.2009 – Championnat de Suisse Oriental

Auf dem waldreichen und engen Golfplatz in Niederbüren fand diese Woche das Championnat de Suisse Oriental statt, sozusagen ein Heimspiel. Nur 30 Fahrminuten von zu Hause entfernt, kenne ich diesen Platz sehr gut und es gefällt mir immer sehr, auf diesem alten und schönen Platz zu spielen.
Ratlosigkeit herrscht aber, wenn ich mein Resultat betrachte. 81, 9 über Par und kläglich am Cut gescheitert. So schlecht habe ich schon seit einer Ewigkeit nicht mehr gespielt. Obwohl ich mit einem guten Gefühl die Proberunde spielte, klappte auf den ersten paar Löchern gar nichts. Ein unspielbarer Ball im Gebüsch, je einen Ball in der Thur und einer im Bach, zwei Spiegeleier im Bunker waren die Strafe für lausiges Spiel. Abhaken und so schnell wie möglich vergessen lautet die Devise.

     

24.04. bis 26.04.2009 – Ticino Championship Men

Der lang ersehnte Saisonstart ist nun endlich da. Der lange und kalte Winter machte hungrig auf Golfspielen. Nach einigen gelungenen Turnierrunden zu Hause und im Tessin waren die Erwartungen natürlich dementsprechend hoch. Leider wurden diese ganz und gar nicht erfüllt. Mit Runden von 78, 75 und 78 kann man nicht zufrieden sein! Zu viele Drives im Gebüsch und unter Bäumen, zu viele Eisenschläge verpatzt, solch schlechtes Golfspiel über drei Tage macht keine Freude. Hoffen wir auf nächste Woche in Niederbüren SG, wo die Ostschweizermeisterschaften auch wieder über 54 Löcher gespielt werden.