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News Saison 2010
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13. - 15. August
2010 – Internationale Schweizermeisterschaften – Zumikon
Die Internationale Meisterschaft in Zumikon war für mich nicht nur das
letzte Turnier dieses Jahres in der Schweiz, sondern gleichzeitig auch
entscheidend für die Selektion der Team-Weltmeisterschaften in
Argentinien. Da nach über fünf turnierintensiven Monaten immer noch
nicht klar war, welche drei Spieler denn nun für die Weltmeisterschaften
selektioniert werden, entschied sich der Nationalcoach für eine so
simple wie auch harte Methode, um die Spieler auszuwählen. Vier Spieler
waren im Rennen und die drei, die in Zumikon am besten abschneiden,
werden im Oktober die Schweizer Nationalfarben vertreten. Ziemlich hart
also für denjenigen Spieler, der am Ende 'ins Gras beissen' würde.
Somit war die Aufgabe klar: Egal wie schlecht man spielt, Hauptsache man
schlägt mindestens einen potentiellen Kandidaten. Leider war dann dieses
"Mindset" nicht gerade das Beste für die ersten beiden Tage, wurde ich
doch von allen anderen drei Spielern recht deutlich geschlagen. Ich
musste sogar noch ziemlich kämpfen, nur um noch ganz knapp den Cut zu
machen. Vor den letzten drei Löchern vor dem Cut wusste ich, dass ich
noch mindestens drei Pars benötige, keine leichte Aufgabe auf den
schwierigsten drei Löchern des ganzen Platzes.
Nach Runden von 74 und 76 lag ich mit sechs über Par auf dem geteilten
36. Platz. Aber die Chancen waren ja immer noch intakt, da erst die
Hälfte vorbei war. Und genau diese Chance wusste ich am Sonntag dann zu
packen. Mit Superrunden von 72 und 68 Schlägen verbesserte ich mich um
32 Plätze auf den vierten Schlussrang. Kein anderer Spieler kam am
Schlusstag auch nur in die Nähe von diesen Scores. Somit war dann auch
die Sache mit der Selektion für die WM in Argentinien geritzt: Der
GC Lipperswil
wird die Schweiz vertreten und ich werde dicke und bestimmt super
leckere argentinische Steaks verputzen.
Diese Gelegenheit möchte ich nutzen, um mich für die verspätete
Berichterstattung zu entschuldigen. Wie einige von euch vielleicht schon
wissen, bin ich gleich am Montag nach dem Turnier nach Charlottesville/USA
geflogen. Ich habe die tolle Chance gekriegt, mit einem Stipendium für
die Golfmannschaft der Universität Virginia zu spielen (www.virginiasports.com)
und werde nun die nächsten vier Jahre meines Lebens in Amerika
verbringen. Ein Bericht über meine ersten paar Wochen und Eindrücke wird
demnächst folgen... |
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4. – 7. August 2010
– Einzel-Europameisterschaften in Finnland
Wie sagt man Sonnenuntergang schon wieder auf Suomi? Jeder der schon mal
in Finnland war sollte es eigentlich wissen. Richtig, Hel(l)sinki!
Und genau dorthin ging es auch für uns, um die diesjährigen
Einzel-Europameisterschaften zu spielen. Der Golfplatz hiess Linna Golf
und war ungefähr eine Autostunde nördlich des Stadtzentrums entfernt.
Man hätte es bestimmt auch schneller geschafft. Aber wenn man wie unser
Busfahrer nur 90 km/h auf der Autobahn fährt, geht es halt ein wenig
länger. Allgemein waren die Finnen verglichen mit Schweizer
Verhältnissen sehr gemütlich auf den Strassen unterwegs. Wahrscheinlich
kann man genau darum den Begriff „Autobahnraser“ in keinem finnischen
Duden finden. |
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Nun, zurück zum
Golfspiel. Leider war ich, wie auf den finnischen Strassen, auch auf den
finnischen Fairways nicht allzu schnell unterwegs. Nach einer
bescheidenen 75 in der Auftaktrunde, mit der ich ganz knapp ausserhalb
der Cutlinie lag, konnte ich an diesem Abend leider auch den finnischen
Begriff für „Leaderboardkletterer“ im Duden nicht finden.
So wurde auch am zweiten Tag nichts mit einer Aufholjagd. Eine 72 am
Donnerstag liess mich zwar ganz knapp unter die besten 60 rutschen, was
eine Qualifikation für die letzte Runde bedeutet hätte. Leider hatte ich
dann am dritten Tag einen einzigen Schlag zuviel. Mit einer mehr oder
weniger enttäuschenden 73 platzierte ich mich im 61. Rang und verpasste
somit mit dem knappst möglichen Resultat den Cut. Hätte nur ein Spieler
mehr 4 über Par gespielt, so wie ich, dann hätte es gereicht. So hatte
ich dann am letzten Tag wohl oder übel spielfrei.
Es war wirklich schade, dass ich dieses Turnier nicht so gut gespielt
habe, war es doch eines meiner Saisonziele bei diesem Turnier gut
abzuschneiden. Leider habe ich im Moment immer noch einen ziemlichen
Knopf in meinem langen Spiel, welcher es verhindert, dass ich wieder so
gut spiele wie im Frühling. Jetzt brauche ich einfach etwa Geduld,
irgendwann wird sich das Blatt wieder wenden. |
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Vorschau Einzel
Europameisterschaften in Finnland
Man könnte meinen Skandinavien sei die Golfhochburg Europas. Nach den
Team-Europameisterschaften in Schweden vor drei Wochen geht es nun schon
wieder in den hohen Norden. Diesmal nach Finnland zu den Einzel
Europameisterschaften.
Für die Schweiz spielen wieder fast alle Spieler, die schon an der
Team-EM dabei waren mit der Ausnahme von Mathias Eggenberger, der leider
nicht ins Turnier reingekommen ist. Ausschlaggebend für die Zulassung
ist die Amateur Weltrangliste
http://wagr.randa.org.
Trotzdem werden wieder sechs Schweizer Spieler dabei sein. Ein weiterer
Thurgauer, Steven Rojas vom OSGC, hat es über die Warteliste gerade noch
im letzten Moment ins Turnier reingeschafft.
Wer sich interessiert, wie wir Schweizer uns im Vergleich zu Europas
Elite schlagen werden, geht am besten auf die offizielle Homepage des
Turniers http://www.egamen2010.fi. |
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23. – 25. Juli 2010
– Omnium Suisse, Montreux
Montreux ist nicht nur berühmt durch das alljährlich Anfangs Juli
stattfindende Montreux Jazz Festival, sondern hat auch einen ganz
anständigen Golfplatz zu bieten. So viele Bäume auf so wenig Raum wie
auf diesem Golfplatz gibt es ansonsten eigentlich nur in einem Wald. Auf
einigen Löchern hat man so wenig Fairway zwischen den Bäumen, dass man
schon fast Platzangst kriegen könnte. Obwohl der Golfplatz leider gleich
neben der Autobahn liegt, ist es für mich als Conny-Land geschädigter
Golfer gar kein Problem mehr, solchen Lärm auszuschalten.
Das Omnium, die offizielle Strokeplay Schweizermeisterschaft, wird immer
über 72 Löcher mit zwei Runden am letzten Tag gespielt. Das spezielle an
dieser Meisterschaft ist, dass nicht nur Amateure um die Kränze spielen,
sondern auch Profis ein Wörtchen mitzureden haben.
Am ersten Tag hatte ich eine frühe Startzeit am Morgen. Schon auf dem
Puttinggreen sah man die ersten Blitze unheimlich am Horizont, wahrlich
kein gutes Zeichen für Golfspieler, die mit sage und schreibe 14
Blitzableitern des Weges marschieren. Kein Wunder also wurde dann nach
rund zwei Stunden das ganze unterbrochen und so waren wir rechtzeitig
zur Kaffeepause zurück im Klubhaus. Leider hatte bis dahin nur das
Gewitter einen Blitzstart und mein Spiel hinkte dem ziemlich hinterher.
Mit einer enttäuschenden 75 hatte ich mich zwar gut durchgekämpft, aber
ich wusste, dass mit ziemlicher Sicherheit der Sieg nun ausser
Reichweite war. Da halfen auch drei weitere tolle Runden von 69, 68 und
71 Schlägen nicht mehr viel. Mit einem Gesamtscore von fünf Schlägen
unter Par und dem geteilten vierten Schlussrang war ich trotzdem sehr
zufrieden, obwohl ich schliesslich sieben Schläge Rückstände auf den
sehr gut aufspielenden Ken Benz hatte.
Die schlechte Leistung der ersten Runde führe ich darauf zurück, dass
ich langsam ein wenig ausgelaugt bin. Seit dem Saisonstart hatte ich
erst zwei turnierfreie Wochenenden und hatte mit ein paar Ausnahmen
täglich einen Golfschläger in der Hand. Nun werde ich in dieser Woche
mal ein wenig „Golfferien“ machen, um meinen Kopf etwas auszulüften und
auf andere Gedanke zu kommen. Das nächste Turnier wird dann die Einzel
Europameisterschaft in Finnland sein. Wir fliegen am 1. August und
werden am 8. wieder zurück sein. |
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15. – 18. Juli 2010
– Credit Suisse Challenge Tour, Sempachersee
Alle sechs Spieler die im EM-Team von letzter Woche in Schweden waren,
bekamen vom Veranstalter der CS Challenge eine Wild Card für dieses
Turnier der Challenge Tour. Es war für mich nicht das erste Mal, dass
ich an einem Profiturnier mitmachen durfte, konnte ich ja auch schon vor
zwei Jahren in Wylihof auf der Challenge Tour spielen und letztes Jahr
konnte ich sogar bei den grossen Buben in Crans Montana richtig dünne
European Tour Luft schnuppern (diese Luft hat mir übrigens sehr gut
geschmeckt, obwohl sie meinem Spiel nicht sehr helfen konnte).
Im Flight hatte ich zwei sehr angenehme skandinavische Tourspieler, mit
denen ich mich sehr gut unterhalten konnte. So erfuhr ich einiges über
das Leben auf der Tour und wie hart es wirklich sein kann, tagein tagaus
um das tägliche Brot kämpfen zu müssen.
Ich spielte eigentlich Donnerstags wie auch Freitags sehr gutes Golf.
Vor allem vom Tee zum Grün hin war ich meinen beiden Tour Mitspielern
ebenbürtig, wenn nicht sogar leicht überlegen. Nur auf dem Grün selbst
war ich an diesen beiden Tagen heillos überfordert. Es waren genau
solche Tage an denen man früh in der Runde ein paar kurze Putts
verschiebt, die man eigentlich hätte machen sollen und schwupps war dann
auch das ganze Selbstvertrauen weg. Und wenn man sogar aus fünf Metern
Angst vor einem Dreiputt hat, wie will man da noch ein Birdie spielen?
Eine kleine Hoffnung blieb mir dann nur noch auf den Par 5, die ich mit
zwei Schlägen erreichen konnte, oder wenn ich mit einem sehr guten
langen Schlag den Ball quasi geschenkt an die Fahne schlagen konnte.
Weil das ja erfahrungsgemäss äusserst selten passiert, konnte ich mir
leider auch nur sehr wenige Birdies auf meiner Karte notieren lassen.
Und wenn dann der Cut auch noch bei fünf unter Par liegt, kann man sich
getrost auf ein freies Wochenende vorbereiten.
Um nächste Woche am Omnium Suisee in Montreux wieder mehr Bälle
einzulochen, habe ich mir vorgenommen jedes mal wenn ich auf einen
Golfplatz komme, mindestens eine Stunde lang auf dem Putting Green zu
üben.
PS: Wenn jemand mir meinen Putter abkaufen möchte oder einen guten
Seelenklempner für mein angeknackstes Selbstvertrauen kennt, der darf
sich gerne bei mir melden... ;-) |
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6. – 10. Juli 2010
– Team Europameisterschaften in Schweden
In Schweden an der Team EM erwartete uns ein sehr schwieriger Golfplatz
mit hohem Rough gleich neben dem Fairway, dickes Semirough und harte
Fairways und Greens. Ein Parcours der so schwierig hergerichtet wurde,
dass dort gut und gerne auch ein Turnier der European Tour gespielt
werden könnte. |
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Wir Schweizer taten
uns auch dementsprechend schwer, da wir solche Konditionen nicht gewohnt
sind. Schon nach den beiden Proberunden wurde relativ schnell klar, dass
wir, sicher nicht auf verlorenem, aber auf jeden Fall auf einem sehr
schwierigen Posten standen.
Nach einer eher verhaltenen ersten Runde, standen wir mit einem
Gesamtresultat von 21 über Par auf dem 17. Platz. Nur knapp lagen wir
hinter Österreich, aber doch schon 13 Schläge hinter dem 8. Platz,
welcher Einzug in den ersten Flight bedeutet hätte. Waren es wohl die
schönen Schwedinnen, die uns den Kopf verdrehten und uns schlecht
spielen liessen?
Die Aufgabe für den zweiten Tag war also klar. Wir mussten einen Gang
höher schalten, um zu vermeiden, dass wir nicht wieder wie vor zwei
Jahren in den 3. Flight kamen um dann dort gegen den Abstieg zu kämpfen.
Das gelang uns auch sehr gut. Wir spielten mit einem Tagesresultat von
nur noch 16 über Par doch einiges besser und kamen so mit Müh und Not
doch noch in den zweiten Flight. Die zweite Runde gelang mir
hervorragend. Ich spielte eine meiner besten Runden in diesem Jahr und
erreichte so mit Scores von 76 und 70 den insgesamt 19. Schlussrang im
Einzelklassement.
Nun ging es ab ins Matchplay. Zuerst wartete auf uns Frankreich, eine
der führenden Nationen in Europa, welche uns dann auch regelrecht
'abtrocknete'. Wir verloren mit 4:1 und waren auch dementsprechend
enttäuscht. Ich verlor mein Match gegen Romain Wattel, im Moment auf
Rang 9 der Weltrangliste und für mich mindestens noch eine Nummer zu
gross.
Am vierten Tag ging es gegen Dänemark und am fünften und letzten Tag der
Meisterschaft noch gegen Belgien. Beide Matches gingen wieder 4:1
verloren und wir mussten uns mit dem doch enttäuschenden 16. Rang
abfinden.
Vor allem meine Abschläge und mein Kurzspiel haben im Moment noch grosse
Defizite gegenüber den Top Spielern in Europa. Um auf solchen Plätzen
gut zu scoren, müssen die Abschläge zwingend auf dem Fairway platziert
werden, ansonsten ist man den ganzen Tag nur am kämpfen um überhaupt
noch ein Par zu spielen. |
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Trotzdem war es wieder
eine tolle Europameisterschaft mit vielen guten Erfahrungen. Die
Meisterschaft hat uns allen sehr gut aufgezeigt an welchen Bereichen des
Spiels wir noch grosse Defizite haben, an denen gilt es nun zu arbeiten,
um diese auszubügeln. |
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Viel Zeit zum trainieren bleibt aber leider nicht, diese Woche geht es
nun gleich weiter mit der Credit Suisse Challenge in Sempachersee. Alle
Spieler des EM-Teams haben eine Wildcard von der ASG bekommen und
kriegen die Chance, sich auf der Challenge Tour zu behaupten. Es wäre
natürlich ein super Resultat, wenn ich hier den Cut schaffen könnte.
Mehr dazu gibt es auf
www.europeantour.com oder
www.creditsuisse-challenge.ch. |
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Vorschau Team
Europameisterschaften in Schweden
Nächste Woche gilt es nun wirklich ernst, denn eines der grössten und
wichtigsten Turniere steht vor der Tür. Ich wurde von der ASG für die
Team Europameisterschaft in Schweden vom 6. bis 10. Juli aufgeboten und
habe die Ehre, ein ganzes Land zu repräsentieren. Durch meine guten
Resultate diese Saison wurde ich von der Sportkommission unseres
Landesverbandes für dieses Team Turnier in die Mannschaft beordert. Es
freut mich ungemein, dass ich durch diese Selektion ein weiteres
Saisonziel erreichen konnte, denn alles andere wäre eine sehr grosse
Enttäuschung für mich gewesen.
Das Turnier beginnt Dienstags und es wird es mit zwei Runden Strokeplay
an den ersten beiden Tagen begonnen. Aufgrund der Resultate in diesen
Runden werden die Teams in drei sogenannte „Flights“ eingeteilt (8/8/4).
Danach wird in den verbleibenden drei Tagen in diesen Flights Matchplay
um die genaue Rangierung gespielt.
Unser grosses Ziel ist, nach den Strokeplay Runden unter die besten acht
Teams zu kommen. Ein sehr hohes Ziel für ein so kleines Golfland wie die
Schweiz, aber ich denke es ist durchaus machbar, wenn alle sechs Spieler
auf ihrem Niveau spielen können.
Ob es dann auch wirklich klappt, erfährt man am besten gleich auf der
Internetseite des Turniers unter
http://www.golf.se/Tavla/Internationella-tavlingar/EM-i-Sverige Dort
hat es auch noch weitere Informationen und es werden im Verlaufe der
Woche bestimmt auch noch viele Bilder aufgeschaltet.
Ein genauer Bericht, wie es dem Schweizer Team ergangen ist, gibt es
natürlich auch wieder hier auf meiner Seite, wenn ich dann wieder zurück
bin aus Schweden. |
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26. und 27. Juni
2010 – Championnat de Suisse Central, Oberkirch [Rangliste]
Meine Vorhersagen vom letzten Eintrag waren leider doch nicht so präzise
wie ich mir das gewünscht hatte. Nur beim Wetter hatte ich ein goldenes
Händchen, der Sommer ist nun doch noch in der Schweiz angekommen und
wird hoffentlich noch eine Weile bleiben. Die Schweizer
Nationalmannschaft ist in Südafrika leider ausgeschieden und mein
Golfspiel brauchte doch eine längere Aufwärmphase, als ich es mir
eigentlich erhofft hatte.
Der Golfplatz Oberkirch ist ein sehr einfacher Platz, vor allem wenn
kurz vor dem Turnier noch das ganze Rough geschnitten wird. Für
Clubspieler ist das natürlich ein Segen vom Himmel. Aber für ein
nationales Turnier ein Gräuel, denn so wurde dem Platz jegliche
Verteidigung entzogen. Man konnte die Bälle somit fast überall
hinschlagen und wurde zumeist auch für die wildesten Schläge nicht
bestraft. Ich finde es sehr schade, dass die ASG immer noch grosse
Turniere auf solchen, ich sage jetzt mal Kindergartenplätzen,
organisiert, auf denen man überhaupt kein Platzmanagement braucht,
sondern auf jeder Bahn einfach blindlings den Driver dreschen kann. Das
hat mit dem Golf, dass man auf guten Meisterschaftsplätzen spielt,
überhaupt nichts zu tun. Auch wenn es schön anzusehen ist, wenn die
besten Spieler klar unter Par sind, so sind solche Turniere überhaupt
nicht aussagekräftig und helfen uns Kaderspielern überhaupt nicht, uns
weiter zu entwickeln.
Auf den ersten beiden Runden war ich sehr frustriert. Obwohl ich den
Ball meist relativ solide traf, schlichen sich immer wieder ein paar
völlige Ausrutscher ein, die mich vor allem mental aus dem Konzept
brachten. Ich musste leider realisieren, dass ich innerlich immer noch
sehr wütend werde, wenn ich schlechte Schläge fabriziere. Ich nehme an,
dass einfach meine Erwartungen an mich selbst sehr hoch sind. Wenn diese
dann nicht erfüllt werden, geraten meine Emotionen ausser Kontrolle und
ich schaffe es immer noch nicht abzuhaken und ruhig zu bleiben. Ganz
klar ein Teil meines Spiels an dem ich noch sehr stark arbeiten muss.
Nach Runden von 70, 69 und 66 Schlägen lag ich am Ende des Turniers mit
8 unter Par auf dem geteilten dritten Schlussrang, drei Schläge hinter
dem Sieger Nicolas D’Incau aus Neuchatel. |
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Die nächsten Wochen...
In der kommenden Zeit werde ich nun versuchen mein Langspiel mit viel
Üben wieder in den Griff zu kriegen. Vor allem die Abschläge müssen
präziser werden, um mich nicht immer schon nach einem Schlag ins Abseits
zu manövrieren.
Ob mir das gelingt, werde ich schon dieses Wochenende erfahren. Ich
spiele nämlich wieder mal ein Turnier in der Schweiz, nämlich das
Championnat
de Suisse Central in Oberkirch. Zwei Wochen später steht dann das
absolute Saisonhighlight mit der Team Europameisterschaft in Schweden
auf dem Programm, zu der ich nun offiziell aufgeboten wurde.
Ich freue mich sehr auf die kommenden Wochen, denn ich weiss, dass nach
jedem Tief wieder ein Hoch kommt. So bin ich auch überzeugt, dass in der
Schweiz der Sommer doch noch kommen wird und die Schweizer Nati nach der
bitteren Niederlage gegen Chile Honduras vom Platz fegen wird. In diesem
Sinne: Hopp Schwiiz!!! |
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14. – 19. Juni 2010 – The Amateur Championship [Rangliste]
Die folgende Woche ging es gleich wieder hinauf nach Schottland, dieses
Mal nach Muirfield und North Berwick in der Nähe von Edinburgh, wo das
British Amateur Championship stattfand. Das grösste und bedeutendste
Amateur Turnier in Europa, bei dem der Gewinner einen Startplatz für das
British Open und das Masters in Augusta im kommenden Jahr bekommt.
Nicht überraschend ist das Startfeld dann auch umso spektakulärer. 288
der besten Spieler Europas kämpften an den zwei Tagen in Muirfield und
North Berwick um die begehrten 64 Plätze, die für das entscheidende
Matchplay berechtigten.
Muirfield und North Berwick waren wieder zwei sogenannte Links Plätze,
beide an traumhafter Lage direkt an der Nordsee gelegen, wie immer
pickelharte, ondulierte Greens und dickes, knöchelhohes Rough gleich
direkt neben dem Fairway.
Auf der ersten Runde lief es auf den ersten neun Bahnen gar nicht mal so
schlecht. Obwohl wir die ganze Zeit Rückenwind hatten, war es trotzdem
sehr schwierig die Bälle nahe an die Fahne zu spielen. Die Bälle waren
auf den Greens fast nicht zu stoppen und man musste sie teils 20 Meter
vor dem Green aufkommen lassen, dass man sich nach einem Approach nicht
im dicken Rough hinter dem Green wieder fand. |
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Danach lief aber an
beiden Tagen wieder nicht mehr viel. Wie schon in den letzten paar
Wochen fand ich nie richtig zu meinem gewohnt präzisen Spiel zurück. Ich
habe im Moment ein sehr schlechtes Gespür für den Schläger und es ist
für mich dadurch schwierig den Ball gekonnt zu manövrieren. Auf einem
einfachen Platz, von denen wir übrigens in der Schweiz sehr viele haben,
kommt man so schon irgendwie über die Runden und man kann sich ein wenig
hindurch mogeln. Aber auf einem langen und engen Championship Platz
steht man da meist auf verlorenem Posten. |
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4. – 6. Juni 2010 St. Andrews Links Trophy [Rangliste
1./2. Runde]
Mein erstes Mal in Schottland und das erste mal auf einem richtigen
Links Platz. Das Turnier wurde über 72 Löcher gespielt, zuerst zwei
Runden auf dem Jubilee vor dem Cut und dann, wenn man den Cut
überstanden hätte, wären nochmals 36 Löcher auf dem Old Course auf dem
Programm gestanden. Auf dem Old Course waren sogar schon fast alle
Tribünen für das British Open aufgestellt, das in nur wenigen Wochen
stattfinden wird. Darum waren die Atmosphäre und die Erfahrungen noch
ein wenig eindrücklicher, als sie sowieso schon sind. |
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Schon die beiden
Proberunden zeigten, dass Links Golf nur sehr wenig mit dem Golf zu tun
hat, das wir hier in der Schweiz spielen. Der ganze Golfplatz war so
hart, dass die Bälle nach dem Aufkommen in alle Himmelsrichtungen
sprangen und dass vor allem die Schläge auf die Greens sehr schwierig zu
stoppen waren. Manchmal waren die Fahnen so schwierig hinter Bunker oder
Hügeln gesteckt, dass der Ball allerfrühestens 10 Meter nach dem Loch
zur Ruhe kam.
Die erste Runde begann äusserst vielversprechend, so war ich nach 12
Löchern drei Schläge unter Par, musste mich aber am Schluss mit einer
Par Runde begnügen, da ich mir noch ein paar unnötige Bogeys schreiben
musste.
Am zweiten Tag lief aber nicht mehr sehr viel für mich. Ich hatte grosse
Probleme die Bälle in die gewünschte Richtung zu schlagen. Auf
Linksplätzen ist manchmal nicht nur entscheidend, ob man auf dem Fairway
ist, sondern man muss auch noch die richtige Seite treffen um die Fahne
angreifen zu können.
Auch hatte ich einige male das Pech in den tiefen Potbunkern zu landen
von denen es auf solchen Plätzen unzählige hat. Potbunker haben meist
sehr hohe Kanten, die bis zu zwei Meter hoch sein können. In solchen
Situationen bleibt dann meist nichts mehr anderes übrig, als seitwärts
zurück aufs Fairway oder zurück vors Green zu schlagen. |
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Am Schluss musste ich
mich mit einer 78er Runde begnügen, was gleichbedeutend mit dem
Scheitern am Cut war. Auch wenn die Woche nicht sehr erfolgreich
verlief, habe ich trotzdem tolle Erfahrungen machen können. |
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Vorschau St. Andrews Links Trophy [mehr Infos unter
www.standrews.org.uk]
Vom 4. bis 6. Juni 2010 spiele ich nun die St. Andrews Links Trophy „at
the home of golf“. Ich freue mich riesig, dass ich die Chance kriege auf
diesem mehr als geschichtsträchtigen Golfplatz zu spielen. Das Turnier
ist eines der bestbesetzten in ganz Europa, was sich dadurch
auszeichnet, dass der „schlechteste“ Spieler ein Handicap von +2.5
aufweisen kann. Das heisst, ein gewaltig starkes Feld wartet da in
Schottland auf mich, bei dem nur schon den Cut zu überstehen ein
riesiger Erfolg wäre.
Obwohl ich natürlich sehr gerne zu Hause in Lipperswil das Championnat
de Suisse Orientale gespielt hätte, musste ich nicht lange überlegen um
St. Andrews den Vortritt zu geben. |
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17. – 20. Mai 2010 – Matchplay Schweizermeisterschaft in Bern/Moossee
[Rangliste] Ein
Wochenende zum vergessen, über das ich auch nicht viele Worte verlieren
möchte. In der 36-Loch- Qualifikation am Donnerstag begann eigentlich
alles ganz gut und ich spielte eine 70er Runde am Morgen. Am Nachmittag
begann ich wieder viele Schläge zu „pull-hooken“, wie schon letzten
Montag in Lausanne und von da an ging es bergab. Eine 77er Runde liess
mich auf den 11. Platz herabrutschen, was aber nicht weiter schlimm war,
da sich ja sowieso die ersten 32 fürs Matchplay qualifizierten.
In der ersten Runde habe ich einen relativ einfachen Gegner erwischt,
ich musste aber trotzdem 3 unter Par spielen um ihn nach 16 Löchern 4:2
zu schlagen.
Die zweite Runde am Nachmittag war dann aber eher harzig. Ich spielte
gegen den späteren Sieger des Turniers und verlor am Ende ganz knapp auf
dem ersten Zusatzloch im Stechen. Obwohl ich wieder unter Par spielte,
reichte es am Schluss leider knapp nicht um weiter zu kommen. Nun schaue
ich vorwärts und hake dieses Turnier so schnell wie möglich ab. |
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22. – 24. Mai 2010 – Championnat du Léman in Montreux/Genf/Lausanne
[Rangliste] Ein
wunderschönes Wochenende am Genfersee mit tollstem Frühlingswetter auf
das wir nun schon so lange gewartet haben und dann noch Golf zu spielen
auf drei der schönsten Plätze der Schweiz, was will man mehr. Das
Pfingstwochenende war dann nicht nur wettermässig ein absoluter Traum,
sondern auch mein Golfspiel erfüllte wieder mehr oder minder meine nun
doch schon hohen Erwartungen. Es ging gleich sehr gut los in Montreux
mit einer 70er Runde, obwohl ich eher schwach in den Tag gestartet bin.
Auch am Sonntag in Genf lief es gut, 71, und so lag ich nach zwei Runden
mit zwei Schlägen in Führung.
Der finale Tag lief dann aber überhaupt nicht so wie ich mir das
vorgestellt habe. Mein langes Spiel war so schlecht wie noch nie in
dieser Saison und ich spielte mich von einer Misere in die nächste
Notlage. Trotzdem konnte ich mich durch absolut phänomenales Putten
irgendwie noch so bei den Leuten halten. Nach 17 Löchern lag ich immer
noch Par für die Runde und hatte mit Hilfe von ein paar glücklichen
Birdies und gemurksten Pars meinen Vorsprung irgendwie halten können.
Auf dem finalen Par 5 fand ich mich dann nach einem weiteren Ausflug ins
Lausanner Unterholz mit dem dritten |
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Schlag neben dem Grün
im Semirough. Als ich dann aber nur kurz den Schläger hinter denn Ball
setzte, musste ich leider zusehen wie mein Ball ganz langsam einen
halben Zentimeter nach unten rollte. Obwohl ich der einzige war, der es
sah, musste ich mir trotzdem einen Strafschlag notieren. Trotzdem konnte
ich mir mit einem tollen Putt aus zwei Metern für Bogey noch den Sieg sichern.
Allgemein war mein Putten die ganze Woche überaus solide, so habe ich
von 21 Putts aus zwei Metern nur einen einzigen daneben gesemmelt, was
am Schluss den wichtigen Unterschied gemacht hat. |
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Nach nur einem Tag Ruhepause geht es Mittwochs schon wieder weiter mit
den Schweizer Matchplay Meisterschaften in Bern/Moossee. Ich bin sehr
zuversichtlich, dass ich auch diese Woche wieder ein tolles Turnier
spielen werde. |
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15./16. Mai 2010 - Basler Meisterschaften
[Rangliste] Am
Wochenende nach der Auffahrt ging es ab nach Basel. Dieser Platz liegt
ausserhalb von Basel schon auf der französischen Seite. Er ist relativ
hügelig, hat einen alten Baumbestand und die Greens sind so onduliert,
da kommt einem das dritte Green auf dem Feldgarten regelrecht flach vor.
Dementsprechend ist das kurze Spiel enorm wichtig, da Chips, Pitches und
Putts äusserst schwierig zu spielen sind. Meiner Meinung nach ist es
einer der schwierigsten Plätze der Schweiz, obwohl er auf den ersten
Blick nicht so aussieht.
Mein Spiel war dann aber alles andere als auf Top-Niveau. Meine langen
Schläge waren sehr unpräzise und auch die Putts wollten nicht wirklich
fallen. Nach Runden von 76, 75 und 73 Schlägen lag ich mit acht Schlägen
über Par ganze neun hinter dem späteren Sieger. Obwohl es doch noch ganz
knapp für den dritten Schlussrang reichte, war ich nicht allzu zufrieden
mit mir. Trotzdem lernte ich aus dieser Woche fast mehr wie aus meinem
Sieg in Waldkirch. Es öffnete mir wieder die Augen, dass es eben nicht
immer gut laufen kann. Vor allem mit dem Putten war ich äusserst
unzufrieden, das lange Spiel war den Umständen entsprechend auch nicht
so toll, da ich noch an einem ziemlichen Muskelkater litt. So nahm ich
mir vor noch mehr zu trainieren in der nächsten Woche. |
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01./02. Mai 2010 –
St. Gallermeisterschaft in Waldkirch
[Rangliste]

Ab dem 1. Mai waren die Bars und Restaurants zwar rauch- aber die
Golfplätze ganz bestimmt nicht regenfrei. Wie wäre es mal mit einer
neuen Volksinitiative an Petrus zu diesem Thema? Meine Stimme hätten wir
auf sicher.
Am Samstag Morgen blieb ich als „early bird“, Startzeit 7.30Uhr, zwar
noch mehrheitlich regenfrei, doch am Sonntag regnete es dann nur noch
einmal und leider teils auch ziemlich zügig. Unserem Wetterapostel
musste es wohl an diesem Wochenende ziemlich mies gegangen sein, dass er
seinen ganzen Frust an uns armen Golfern auslebte. An was das wohl
gelegen hat? War er etwa doch ein heimlicher Kettenraucher, der jetzt
draussen vor der Bar rauchen muss?!
Zurück zum Wesentlichen. Am Samstag lief es eigentlich ganz gut, obwohl
ich jetzt nicht das Gefühl hatte auf meinem besten Niveau zu spielen.
Ein paar verzogene Abschläge und nicht immer so präzise Approaches
liessen nicht zu, dass ich über eine zwei unter Par Runde von 69
Schlägen hinaus kam. Obwohl somit mein Handicap wieder leicht nach oben
ging, platzierte ich mich als in guter Ausgangslage nur einen Schlag
hinter dem Führenden.
Der Sonntag verlief dann sehr dem Wetter entsprechend. Was heissen will:
Nicht allzu grandios. Obwohl ich auf den ersten 11 Löchern relativ
solides Golf spielte und meine Gegner ziemlich distanzierte, brach ich
auf den letzten sieben Löchern total zusammen. 6 über auf diesen
Schlussbahnen, das darf einfach nicht passieren. Obwohl es dann doch
noch mit Müh und Not zu einem Zittersieg reichte, fühlte ich mich eher
als bester Verlierer denn als Gewinner. Trotzdem ist es nun schon mein
zweiter ASG-Sieg in Folge und mein dritter insgesamt. |
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23. – 25. April –
Tessiner Meisterschaft in Ascona
[Rangliste]

Nach über fünf langen turnierfreien Monaten war es nun endlich wieder
soweit. Das erste Turnier stand an und es erwartete uns ein genial
präparierter Golfplatz in Ascona. Mit seinen grossen alten Bäumen,
kurzgeschnittenen Fairways, schnellen Greens und den wunderschönen
farbigen Blumen, die überall die Bahnen zieren, erinnert mich dieser
Platz immer sehr an Augusta, wo jedes Jahr das Masters gespielt wird.
Nach nur zwei Tagen zu Hause nach unserem Roadtrip ging es also gleich
weiter ins Tessin. Am Freitag hat es den ganzen Tag noch leicht
geregnet, trotzdem liess ich mich nicht gross vom Wetter beeindrucken.
Obwohl mein langes Spiel nicht sonderlich gut war – ich blockte viele
Schläge nach rechts und hatte wenig Kontrolle über den Ball – konnte ich
mit einigen guten Chips und Putts noch eine Par Runde ins Clubhaus
bringen. Ich war nicht überaus glücklich, aber ich hatte mich wenigstens
noch nicht aus dem Rennen verabschiedet. Auch der Nationalcoach sagte
mir, dass man Turniere nicht in der ersten Runde gewinnen kann und noch
viel Golf zu spielen ist.
Nach einer extra Übungseinheit auf der Driving Range am Freitag Abend,
traf ich den Ball am Samstag vor allem auf den zweiten neun Löchern
immer besser. Obwohl ich an diesem Tag keine Putts verwandeln konnte und |
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wieder mit einer 71
zurück kam, war immer noch alles offen. Ich blieb an den ersten beiden
Tagen immer sehr geduldig, denn erzwingen kann man im Golf ja
bekanntlich sowieso nichts.
Mit nur vier Schlägen Rückstand ging ich mit einem guten Bauchgefühl und
viel Selbstvertrauen auf die letzte Runde. Im selben Flight wie Joel
Girrbach war es natürlich eine noch speziellere Situation. Obwohl wir in
Lipperswil sehr viel miteinander spielen und trainieren, waren wir an
diesem Sonntag Nachmittag doch Gegner auf dem Platz und schenkten uns
dementsprechend nichts. |
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Ich spielte sensationelles Golf und kam mit einer 64er Runde zurück, was
gleichbedeutend mit meinem ersten ASG-Turniersieg dieser Saison war.
Auch Joel spielte sehr beeindruckend und war bis zum 17. Abschlag nur
einen Schlag hinter mir. Leider liess er zwei Bogeys folgen, platzierte
sich aber trotzdem noch auf dem tollen 3. Rang. Herzliche Gratulation! |
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11. – 17. April
2010 – Trainingslager Woodhall Spa

Vor 14 Tagen ging es ins Trainingslager nach Woodhall Spa in England in
der Nähe von Lincoln. Dort verbrachte ich mit dem Nationalkader eine
super Woche auf einem der besten Golfplätze der Welt. Der Golfclub hat
zwei 18-Loch Golfplätze und der alte Platz – gebaut von Harry Vardon –
gilt als der beste „inland course“ von ganz Grossbritannien. |
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Auch die Trainingsanlage war hervorragend. Nur schon die Kurzspielanlage
war etwa viermal so gross, wie das Pitchinggreen in Lipperswil und bot
Ziele und Fahnen mit echten Greens zwischen 30 und 120 Metern. Geübt
wurde von Rasenabschlägen und mit neuen Pro V1 Bällen. Das bot uns viel
Abwechslung, darum verbrachten wir etliche Übungsstunden dort, ohne uns
nur eine Minute zu langweilen.
Täglich am Nachmittag spielten wir auch 18 Löcher auf einem der beiden
Plätze. Der Nationalcoach, Graham Kaye, hatte einige sehr interessante
Spielformen für uns bereit. Einmal spielten wir eine Runde mit nur fünf
Schlägern und einmal mussten wir durch die Hölle des „Reverse Scramble
“. Ähnlich wie beim normalen Scramble schlagen alle Spieler ab, doch
wird nicht immer der beste Schlag ausgesucht, sondern immer der
schlechteste. Wie das alles ausging kann man sich ja vorstellen.
Irgendeiner hatte immer einen schlechten Schlag und Drei-Putts waren
sowieso auf jedem Green schon vorprogrammiert.
Leider wurden auch wir vom Isländischen Vulkan am Boden gehalten und
konnten nicht planmässig wieder nach Hausen fliegen. Wir versuchten uns
dann mit alternativen Verkehrsmitteln und kamen dann nach
nervenaufreibenden 32 Stunden Heimfahrt mit Taxi, Fähre, Mietauto und
Zug am Montagabend trotzdem noch nach Hause. |
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19. - 21. März 2010
– Wochenende im Tessin

Gleich nach der Entlassung aus dem Militär am Freitag Nachmittag
ging es direkt weiter ins Tessin mit den Junioren vom Golfclub
Lipperswil. Wie schon in den letzten paar Jahren fuhren wir mit dem
Madörin-Büsli am Abend ins Tessin nach Losone. |
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Am Samstagmorgen war
dann die ganze Zeit Training auf dem Übungsgelände auf dem GC Losone
angesagt. Auf der anderen Seite der Driving Range gibt es eine sehr
grosszügige und praktische Trainingsanlage mit Putting Green, Chipping
Green und drei kurzen Par 3 Löchern auf denen man sein Pitching
verbessern kann. Unsere beiden Pro’s Nick und Stephen haben sich nicht
lumpen lassen und uns Junioren ein sehr abwechslungsreiches Training
gestaltet, bei dem wir auch sehr viele verschiedene Trainingshilfen
benutzen konnten.
Nach so einer langen Winterpause war es genau das Richtige für mich.
Gerade im Frühling ist meist das kurze Spiel im Vergleich eher
bescheiden, da man bei Kälte und Schnee ja vor allem auf der Driving
Range an seinen Drives und langen Schlägen arbeitet.
Nach einer kurzen Lunchpause im Klubhaus ging es direkt auf den ersten
Abschlag. Es war auch für mich die ersten 18-Loch Runde der Saison und
darum eine gute Gelegenheit zu sehen, wie es denn um mein Spiel wirklich
steht im Moment. Überraschenderweise war dann mein Spiel überaus
konstant und sehr solide. Ich traf den Ball weit mehr im Sweetspot als
sonst wo. Vor allem viele Schläge um 150 Metern gelangen mir besonders
gut. Obwohl der Score von „nur“ drei unter Par eher bescheiden ausfiel,
war ich sehr zufrieden mit mir. Nur das Putten war eher bescheiden, aber
wen überrascht das, wenn man den ganzen Winter den Putter nicht einmal
in den Händen hatte.
Am Sonntagmorgen ging es früh nach Ascona, da um schon 08.30 Uhr die
ersten starten durften/mussten. Wieder war mein langes Spiel sehr
zufriedenstellend, aber auch am Sonntag liess mich der Putter ziemlich
hängen. Aus 16 in Regulation getroffenen Grüns, zwei Par 5 erreichte ich
sogar mit nur zwei Schlägen, resultierte an diesem Tag eine Runde von 70
Schlägen, eins unter Par.
Obwohl die Resultate nicht ganz das zeigten, was ich wirklich spielte,
war ich trotzdem überaus zufrieden mit meinem Spiel. Nach fünf Monaten
Militär habe ich weitaus schlechtere Scores erwartet. Das macht
optimistisch für die ersten Turniere der Saison … |
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RS-Bericht

Vor knapp fünf Monaten Ende Oktober 2009 galt es für mich
endgültig ernst. Ueli Maurer und Andre Blattmann riefen mich im Duett
nach Kloten in die Kaserne. Das hiess ab sofort Poloshirt mit Tarnanzug
tauschen und geschossen wurde von da an nur noch mit goldenen Patronen
statt mit kleinen weissen Bällen.
Die ersten paar Wochen waren dann körperlich relativ anstrengend.
Feierabend war nie vor 22.00 Uhr und die knappe Schlafdauer von nur
gerade mal sechs bis sieben Stunden setzten mir als regelrechten
Siebenschläfer doch recht zu.
Aber jammern wäre hier wohl fehl am Platz, bin ich ja nicht der erste
Rekrut der Schweiz, der durch die Mühlen der RS musste. Jeder der im
Militär war weiss, wie es ist und mit grosser Wahrscheinlichkeit war es
früher noch strenger.
Ausgehoben wurde ich ursprünglich als Richtstrahlpionier, doch wurde ich
schon nach wenigen Wochen zum Betriebssoldat umgeteilt. Da ich beim
BASPO einen Antrag auf „qualifizierter Sportler“ einreichte, konnte ich
mindestens zwei mal pro Woche zwei bis drei Stunden „desertieren“ um zu
trainieren. Mit der Driving Range Augwil ganz in der Nähe der Kaserne
Kloten fand ich eine ganz komfortable Möglichkeit um mein Golfspiel doch
nicht ganz verrosten zu lassen. |
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Der Militärische
Alttag war meiner Meinung nach ganz nach dem Motto „Hasten um zu warten,
und warten um nachher zu hasten“. Aber auch der irrsinnige Genuss vom
Biwakieren bei zweistelligen Minustemperaturen blieb mir nicht verwehrt.
Nur zum tagelangen Genuss des Antennenaufstellens auf dem Kasernenareal
nur um sie gleich wieder abzubrechen kam ich als Betriebssoldat „leider“
nie. Das war bedauerlicherweise nur den Übermittlungspionieren
vorbehalten.
Auch nicht nur einmal beschlich mich das dumpfe Gefühl, dass das höhere
Kader gar nicht richtig wusste, was sie mit uns die ganze Zeit anstellen
wollte. Hauptsache Beschäftigungstherapie. Trotzdem finde ich es
äusserst sinnvoll, dass erst kürzlich die ganze RS-Dauer noch verlängert
wurde …
Auf eine kleine Anekdote möchte ich aber auch hier nicht verzichten: Als
wir wieder einmal auf einem dieser tollen Märsche waren, hatten wir
natürlich wie immer unsere Funkgeräte dabei, sodass die verschiedenen
Züge zu jeder Zeit in Kontakt bleiben konnten. So war es wenigstens
geplant. Gekommen ist es natürlich ganz anders. Als sich unser Zugführer
nicht mehr sicher war, wann und wo wir verpflegt wurden unterwegs,
funkten wir einen anderen Zug an. Da die Verbindung aber so schlecht war
mit dem Feldtelefon und man sich gottlob einfach nicht verstehen konnte,
gab der Zugführer dem Funker den Befehl er solle doch Oberwachtmeister
Müller per Handy anrufen, da das Swisscom Netz ganz bestimmt besser sei,
als die Verbindung per SE 235.
Na dann, wenn das Militär so gut ausgerüstet ist, dann soll doch Gaddafi
nur kommen ... |
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